PD Dr. Ursula Klingmüller Systembiologie der Signaltransduktion
Dynamische Wechselwirkungen regeln das Zusammenspiel in intrazellulären Signaltransduktionsnetzwerken und steuern damit zelluläre Entscheidungsprozesse. Schlagen diese Entscheidungsprozesse fehl, kann es zur Entstehung von Krebs und anderen Krankheiten kommen. Signalübertragung in intrazellulären Netzwerken wird durch die Aktivierung von Rezeptoren an der Zelloberfläche initiiert. Vermittelt durch Signaltransduktionsmoleküle erfolgt eine Signalübertragung in den Zellkern, wo die Aktivität von Genen gesteuert wird. Um zelluläre Entscheidungsprozesse zu verstehen, ist es nicht nur wichtig, die beteiligten Akteure zu identifizieren, sondern ihre dynamischen Wechselwirkungen grundlegend zu untersuchen. In enger Zusammenarbeit mit Modellierungspartnern verfolgen wir einen systembiologischen Ansatz und verbinden quantitative Datengewinnung mit mathematischer Modellierung. Die entwickelten mathematischen Modelle werden dafür genutzt, zu entschlüsseln, welche Veränderungen in intrazellulären Signaltransduktionsnetzwerken die Tumorentstehung fördern und um Vorhersagen für effiziente Eingriffsmöglichkeiten zu machen. Auf diese Weise können neue Strategien für die Krebsbekämpfung schneller entwickelt und per Computer getestet werden.
Weiterführende Informationen finden Sie unter
www.dkfz.de/de/systembiologie/index.html




